WILLKOMMEN  |  THEMEN  |  PROGRAMM

Auch in diesem Jahr versteht sich das Studium Generale als ein Angebot, den berühmten Blick über den Tellerrand des eigenen Studiengangs hinaus zu wagen. Ihr habt die Möglichkeit, euch von der Vielfältigkeit unserer Universität zu überzeugen, indem ihr jeweils 45 Minuten lang in neue und spannende Themen eintauchen könnt.

Das Studium Generale soll euch Wissenschaften vorstellen, die fernab des eigenen Curriculums existieren und so das vorhandene „Schubladendenken“ abbauen. Auch wenn ihr eure Studiengangwahl an der TU Braunschweig bereits getroffen habt und euch damit für die nächsten Semester inhaltlich auf ein Themengebiet festgelegt habt, solltet ihr die Chance nutzen, Anregungen für euren Professionalisierungs- bzw. Wahlpflichtbereich mitzunehmen.

An dieser Stelle möchten wir uns vorallem bei unseren Helfer:innen und den Dozent:innen bedanken, die diesen Tag gemeinsam mit uns gestalten. Aber auch beim AStA für die tatkräftige Unterstützung – vielen Dank dafür. Zum Schluss wünscht euch das Organisationsteam viel Spaß und ein erfolgreiches (erstes) Semester an der TU Braunschweig!

Das Kulturreferat und der AStA

in Zusammenarbeit mit dem Vizepräsidium für Studium und Lehre


Klick auf den Vortragstitel und erfahre mehr!
Digitale Zukunft und Technik

10:00-11:00 Uhr Zufällige Geometrie und das Internet der Dinge
13:00-14:00 Uhr Datengetriebene Modellierung
13:00-14:00 Uhr Digitalisierung: Fluch oder Segen?
Naturwissenschaft

10:00-11:00 Uhr Biomarker vs. Netzwerkbiologie
11:00-12:00 Uhr Impfen gegen COVID-19 - was steckt dahinter?

10:00 - 11:00 Uhr

Positive Bildung - Warum Glück und Schule zusammengehören
Dipl.-Psych. Tobias Rahm

  SN19.1


Was wünschen wir uns für unsere Kinder? Wie kann Schule zum glücklich-gelingenden Leben beitragen und was passiert, wenn sie das tut?

In seinem Vortrag gibt Diplom-Psychologe Tobias Rahm anhand internationaler und nationaler Beispiele Einblicke in das Konzept der „Positive Education“. Das übergeordnete Ziel der Bewegung: Schulen sollen neben der Förderung akademischer Erfolge gleichrangig Wissen und Fähigkeiten vermitteln, die Schülerinnen und Schülern ein langfristig gesundes, erfolgreiches und glücklich-gelingendes Leben ermöglichen.

Forschungsergebnisse haben vielfach bestätigt, dass sich „Glück“ lernen und lehren lässt und dass Menschen mit hohem Wohlbefinden viele Vorteile im Leben genießen. Nimmt man zu diesen Erkenntnissen noch die weite Verbreitung von psychischen Störungen in der Bevölkerung hinzu, sollte die systematische Vermittlung von psychischen und sozialen Kompetenzen in unseren Bildungseinrichtungen umso näherliegen. Das Ziel der Chancengleichheit durch Bildung gilt auch für Wohlbefinden.

Im Vortrag werden anhand von Beispielen aus Forschung und Praxis Impulse gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine Entwicklung hin zu „Schulen zum Aufblühen“ angegangen werden kann.

13:00 - 14:00 Uhr

Psychologie und Philosophie geschlechtergerechter Sprache
Dr. Marcus Friedrich
  ONLINE

Geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Angehörige anderer Geschlechter, ihre Leistungen und Interessen sichtbarer als die Verwendung von nur-maskulinen Formen. Mindestens seit den 1970ern werden aber immer die gleichen Argumente gegen geschlechtergerechte Sprache und ihre Verwendung vorgebracht, u. a. das maskuline Formen bereits alle Geschlechter repräsentierten, dass geschlechtergerechte Sprache keinen Nutzen habe und Texte weniger verständlich mache.

Der Vortrag prüft die gängigsten Argumente gegen geschlechtergerechte Sprache vor dem Hintergrund empirischer Studien aus der Psychologie und Theorien der Bedeutung aus der Sprachphilosophie.

15:00 - 16:00 Uhr

Depressionen - Modeerscheinung oder Volkskrankheit?
Dr. rer. nat. Anja Grocholewski

  PK4.1


In den Medien wird immer häufiger über Depressionen berichtet, oft aus dem Anlass heraus, dass sich eine prominente Person zu dieser Erkrankung bekannt oder sich das Leben genommen hat. Besonders tragisch wurde die Depression im Zusammenhang mit der Germanwings-Katastrophe diskutiert. Aber ist die wachsende Anzahl von Betroffenen- und Medienberichten gleichzusetzten mit einem tatsächlichen Anstieg der Erkrankung? Und was genau ist denn Depression im klinisch relevanten Sinne? Wie häufig sind depressive Störungen, wie bekommt man sie, und kann man gegen Depressionen überhaupt etwas tun?

Der Vortrag soll Aufschluss geben über Symptomatik, Epidemiologie, Diagnostik und Behandlung von Depressionen. Auch auf Entstehung und gesundheitspolitische Bedeutung der Depression soll näher eingegangen werden.

15:00 - 16:00 Uhr

Ab ins Blaue - Drogen bahnen den Weg?
Prof. Dr. Ingeborg Wender
  ONLINE

Viele Menschen sind in Deutschland von Sucht betroffen. Sucht stellt somit kein Randproblem unserer Gesellschaft dar. Mit ihr sind häufig dramatische Schicksale mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die zum Tod führen können, verbunden. Neben gesundheitlichen und sozialen Problemen verursachen sie auch erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. Eine große zahlenmäßige Bedeutung besitzen vor allem die legalen Suchtmittel Alkohol, Tabak und psychotrope Medikamente. Wesentliche Gegenmaßnahmen konzentrieren sich auf die Prävention, Beratung und Behandlung, Schadensreduzierung sowie auf gesetzliche Regulierungen.

10:00 - 11:00 Uhr

Zufällige Geometrie und das Internet der Dinge Management
Prof. Dr. Benedikt Jahnel
  ONLINE

Eine zunehmend vernetzte Welt, in der Haushaltsgeräte, Autos oder auch Mobiltelefone direkt und indirekt miteinander kommunizieren können, benötigt auch neue Netzwerk-Infrastrukturen. In dieser Präsentation werden einige Grundkonzepte der mathematischen Theorie der zufälligen Geometrie vorgestellt und beschrieben, wie diese benutzt werden können um die Qualität von peer-to-peer Netzwerken zu bewerten.

13:00 - 14:00 Uhr

Datengetriebene Modellierung
Prof. Dr.-Ing. Henning Wessels

  Architekturpavillon


Die Simulation komplexer multiphysikalischer Prozesse wie der additiven Fertigung ist mit herkömmlichen numerischen Methoden äußerst anspruchsvoll und zeitaufwändig. Daher werden in der Technik oft nur vereinfachte analytische oder empirische Modelle verwendet. Dank der Fortschritte beim maschinellen Lernen können zunehmend zuverlässige empirische Ansätze aus Big Data gewonnen werden. Allerdings erfordert die Generierung von Big Data oft eine komplexe und teure Sensorik. Bei hohen Geschwindigkeiten und großen thermischen Gradienten ist es manchmal einfach nicht möglich, bestimmte Daten zuverlässig zu generieren, selbst mit der besten Sensorik.

Am IRMB untersuchen wir, inwieweit sich Simulation mit neuronalen Netzen einerseits und datenbasierte empirische Modellierung andererseits symbiotisch kombinieren lassen. Das Ziel ist die Generierung zuverlässiger Modelle, so genannte digitale Zwillinge.

13:00 - 14:00 Uhr

Digitalisierung: Fluch oder Segen?
Prof. Dr. Sándor Fekete

  SN19.3


Digitalisierung durchdringt immer weitere Bereiche unserer Welt - nicht nur in Wirtschaft und Technik, sondern auch gesellschaftlich. Damit reiht sich der digitale Wandel ein in die Abfolge verschiedener Revolutionen, die die Menschheit in ihrer Entwicklung schon durchgemacht hat. Was hat mit diesen auf sich? Wie hat sich dadurch das Leben der Menschen verändert, wie verträgt sich „Industrie 4.0“ mit der Kulturgeschichte der Menschheit? Und welche Chancen und Risiken ergeben sich aus den Entwicklungen der letzten Jahre? Darüber referiert Prof. Dr. Sándor Fekete, u.a. 9 Jahre Vorstandstandssprecher des TU-weiten Forschungszentrums TUBS.digital.

10:00 - 11:00 Uhr

Wege ins Ausland
Mobilitätsteam des International House

  SN19.3


Das Mobilitätsbüro des International House informiert über studienbezogene Auslandsaufenthalte weltweit. Ob Austauschstudium, Praktikum, Studienarbeit, Diplomarbeit, Doppeldiplom oder als Free Mover im Ausland - das Mobilitätsbüro des International House zeigt Ihnen, wie Sie einen Auslandsaufenthalt in Ihr Studium integrieren können, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und was bei der Organisation zu beachten ist.

11:00 - 12:00 Uhr

Versicherungen und Finanzen – die wichtigsten Grundregeln
Maximillian Gehr

  Architekturpavillon


Welche Versicherungen und Finanzprodukte sind im Studium notwendig? Was ist bei Vertragsabschluss zu beachten? Warum haben Akademiker oft überteuerte und unpassende Verträge? Wo findet man seriöse Informationsquellen? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. ist im Bereich Finanzen und Versicherungen ein neutraler und unabhängiger Ansprechpartner. Schon im Studium können Vertragsabschlüsse sinnvoll sein. Doch insbesondere junge Menschen schließen überteuerte Versicherungs- und Altersvorsorgeprodukte ab, weil häufig die Provisionsinteressen der Vermittler im Vordergrund stehen. Grobe Fehler lassen sich durch die Kenntnis der wichtigsten Grundregeln verhindern.

13:00 - 14:00 Uhr

Know your rights – Was Studierende mit Nebenjob und im Praktikum alles wissen müssen
Marianne Putzker und Sandra Mayer
  ONLINE

Muss ich im Praktikum Steuern zahlen? Was ist ein Minijob? Habe ich Anspruch auf unbezahlten Urlaub? Wer im Studium jobbt, stellt schnell fest, dass allein die zahlreichen Regeln zur Sozialversicherung für Studierende schwer zu begreifen sind. Kommt dazu noch die Unsicherheit in arbeitsrechtlichen Fragen, fühlt man sich schon mal alleingelassen. Welche Rechte habe ich, was muss ich zahlen und was brauch ich mir nicht gefallen zulassen - ein erster Einblick in die wichtigsten sozial- und arbeitsrechtlichen Fragen gibt diese Veranstaltung.

14:00 - 15:00 Uhr

Der International Student Support – Unterstützung für internationale Studierende
Marilena Zitka

  SN19.3


Für das Studium in ein fremdes Land zu ziehen, ist eine spannende und gleichzeitig herausfordernde Erfahrung. Damit ihr euch an der TU Braunschweig wohlfühlt und das Beste aus diesem Lebensabschnitt machen könnt, unterstützt euch der International Student Support vom ersten Semester bis zur Abschlussarbeit.

Im Vortrag erfahrt ihr unter anderem, welche Beratungs- und Unterstützungsangebote es an der TU Braunschweig für internationale Studierende gibt und wie ihr euch mit lokalen und anderen internationalen Studierenden vernetzen könnt. Ihr lernt außerdem die Möglichkeiten kennen, wie ihr eure sprachlichen und akademischen Fähigkeiten trainieren könnt. Zusätzlich gibt euch das Team des International Student Support einen Überblick über das Exkursions- und Veranstaltungsprogramm.

14:00 - 15:00 Uhr

Fachgruppen, AStA (Allgemeiner Studentischer Ausschuss) und StuPa (Studierendenparlament): Was ist das? Was kann das? Warum brauche ich das?!
AStA der TU Braunschweig

  Architekturpavillon


Über 7 Millionen Euro jährlich in den Händen der Studierenden. Was man damit alles erreichen kann! Wir, die Studierendenschaft, verwalten unter anderem dieses Geld und entscheiden, wofür dieses ausgegeben wird. Wollen wir ein Semesterticket? Oder viele Fachgruppenfahrten und Veranstaltungen? Wollen wir damit Partys oder Kulturveranstaltungen finanzieren? Wie steht unsere Studierendenschaft zu Entwicklungen an unserer Uni?

Wir setzen uns ein, wenn es Probleme gibt und vertreten Euch gegenüber der Uni! Und das Beste: Jeder kann mitentscheiden und mithelfen! Je mehr sich engagieren, desto mehr können wir gemeinsam erreichen!

10:00 - 11:00 Uhr

Wenn der Fisch zum Baumeister wird
Prof. Dr.-Ing. Jochen Aberle

  SN19.4


Die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer ist eine wesentliche Forderung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Naturnahe Sohlengleiten stellen eine naturbasierte Lösung dar, um dieses Ziel zu erreichen. Insbesondere die unstrukturierte Bauweise stellt eine Vielzahl an Wanderkorridoren für aufsteigende Fische zur Verfügung, bietet zusätzlichen Lebensraum und wirkt nicht als Fremdkörper in den stark veränderten Fließgewässern. Die Dimensionierung solcher Bauwerke im Hinblick auf die Fischpassierbarkeit ist aus hydraulischer Sicht aufgrund der heterogenen Strömungsverhältnisse allerdings noch mit großen Unsicherheiten behaftet, weshalb sie trotz ihrer Vorteile oftmals nicht errichtet werden.

Diese Thematik ist im Fokus des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt MigRamp. In umfangreichen fischbiologischen und hydraulischen Untersuchungen an einer (funktionierenden) Sohlengleite an der Ilme in Niedersachen und an einem 1:1-Modell dieser Gleite im Wasserbaulabor des Projektpartners Vattenfall wurde erstmals im Detail untersucht, welche Wege Fische bei der Aufwärtspassage von unstrukturierten Sohlengleiten in Abhängigkeit der Fließgeschwindigkeiten und der Bauwerksgeometrie wählen. Der Vortrag stellt dieses innovative Projekt vor und zeigt erste spannende Ergebnisse aus den noch laufenden Auswertungen.

13:00 - 14:00 Uhr

Nachhaltig ins Studium starten
GreenOffice der TU Braunschweig

  PK4.1


Nachhaltigkeit ist zurzeit in aller Munde: Wir wollen das Klima retten, Frieden und Gerechtigkeit schaffen und die Umwelt schützen. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich? Wie können wir wichtige Nachhaltigkeitsziele erreichen? Und wie kannst du deinen Start ins Studium ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten? Das und vieles mehr erfährst du bei unserem Vortrag im Rahmen des Studium Generale.

Wir vom Green Office, dem Nachhaltigkeitsbüro der TU Braunschweig, verfolgen das Ziel, die TU Braunschweig nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten. Deswegen setzen wir uns für eine Steigerung des Bildungsangebots bzgl. Nachhaltigkeit ein und fungieren als Anlaufstelle rund um die Themen soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Schutz unseres Planeten sowie Aufbau globaler Partnerschaften.

14:00 - 15:00 Uhr

Wasser, Pflanzen und Beton - Eine Einführung in urbane Ökohydrologie
Prof. Ilhan Özgen

  PK4.1


Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt im urbanen Raum. Die Struktur des urbanen Raumes intensiviert die Folgen des Klimawandels, z.B. durch städtische Wärmeinseln (urban heat islands), Erschöpfung des urbanen Grundwassers und Sturzfluten. Welche Maßnahmen können wir ergreifen, um die Resilienz unserer Städte zu verbessern? Hier können Grünflächen in der Stadt dabei helfen, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen. Urbane Ökohydrologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Wasser und Vegetation im urbanen Bereich.

Dr. Ilhan Özgen gibt eine Einführung in Ökohydrologie und fokussiert auf grundlegende Themen der urbanen Ökohydrologie. Dr. Mikael Gillefalk stellt Anhand von Fallbeispielen vor, wie urbane Ökohydrologie angewendet werden kann, um die städtische Lebensqualität und Biodiversität zu erhöhen und einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen zu ermöglichen.

15:00 - 16:00 Uhr

Das Bauen von Morgen – Chance der Herausforderung
Prof. Dipl.-Ing. Elisabeth Endres
  ONLINE

Das Bauwesen steht vor einem Paradigmenwechsel. Die Endlichkeit fossiler Energien in ihren Verfügbarkeiten sowie der Fragen der Förderung, die Minimierung von Emissionen sowohl in der Erstellung als auch im Betrieb gebauter Umwelt und die Fragestellungen zur Kreislauffähigkeit der Baustoffe stellen Architekt:innen und Planer:innen vor große Herausforderungen. Hinzu kommen die Errungenschaften in der Digitalisierung, welche als Planungswerkzeuge aber auch in der Vorfertigung enorme Möglichkeiten eröffnen.

Im Kontext dieser Herausforderungen agiert die Forschung und Lehre des IBEA – Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur an der TU Braunschweig und gibt Einblicke in die ganzheitliche Konzeption im Bauwesen.

15:00 - 16:00 Uhr

Klima“krise“ und natürliche Klimavariabilität
Prof. Dr. ès sci. Antje Schwalb

  AUDIMAX


Die Begriffe Klima“krise“ und „Erderwärmung“ verbreiten Katastrophenstimmung – aus gutem Grund. Zu wenig beleuchtet wird dagegen die natürliche Klimavariabilität. Der Beitrag will dieser Frage nachgehen.

Es werden Grundlagen zum System Erde, zu den sogenannten Kippelementen und zum Klimawandel vorgestellt. Mit Beispielen aus der Paläoklimatologie, dem Klima vergangener Zeiten, wird die Klimavariabilität der Vergangenheit in die Zukunft projiziert, um zu zeigen, welches Potenzial an z. B. Temperatur- und Meeresspiegelanstieg im System Erde steckt. Dabei soll insbesondere der anthropogene Anteil an der Klimaentwicklung und ihren Auswirkungen thematisiert sowie diskutiert werden, welche Handlungsoptionen es geben könnte.

10:00 - 11:00 Uhr

Biomarker vs. Netzwerkbiologie
Prof. Dr. Tim Kacprowski

  Architekturpavillon


Sogenannte Biomarker spielen eine wichtige Rolle in der heutigen Medizin. Dabei handelt es sich um Messwerte die einen diagnostischen oder prognostischen Wert haben, also etwas über das Vorliegen oder den Verlauf einer Krankheit sagen können. Obwohl die Biomarkerforschung in den letzten Jahren stark zugenommen hat, sind neuere Biomarker relativ selten robust oder reproduzierbar. Das liegt zum Teil daran, dass wir zwar immer mehr molekular Hochdurchsatzdaten zur Verfügung haben, uns aber nur einzelne Werte oder wenige nicht zusammenhängende Moleküle als Biomarker herausgreifen. Die Netzwerkbiologie bietet einen Ansatz dieses Problem zu lösen, in dem Biomarkersignaturen, also Kombinationen aus einzelnen Molekülen, so ausgewählt werden, dass zwischen ihnen auch ein funktioneller Zusammenhang besteht. Idealerweise würden derartige Ansätze auch in einem mechanistischen Verständnis von Krankheiten enden, um so neue, kausale, Therapien zu ermöglichen.

11:00 - 12:00 Uhr

Impfen gegen COVID-19 - was steckt dahinter?
Prof. Dr. Stefan Dübel

  PK4.1


Noch niemals vorher in der Geschichte der Medizin wurden in so kurzer Zeit nach Auftreten einer neuartigen Infektionskrankheit effektive Impfstoffe entwickelt, wie nach der Entdeckung des SARS-CoV-2 Virus, welches für die COVID-19-Erkrankung verantwortlich ist. Die moderne Biotechnologie hat dabei sogar mit den RNA-Impfstoffen erfolgreich einen neuartigen Typ von Medikamenten bereitgestellt.

Dieser Vortrag beantwortet dazu folgende Fragen:
Was passiert bei einer Infektion?
Was passiert bei einer Impfung?
Welche verschiedene Typen von Impfstoffen gibt es?
Welche Erfahrungen gibt es mit Impfungen?
Was sollten wir speziell über die verschiedenen Corona-Impfstoffe wissen?

10:00 - 11:00 Uhr

Karl Philipp Moritz - Ein Revolutionär der Zeit um 1800?!
Dr. des. Franziska Solana Higuera

  PK4.1


Moritz lässt sich als Vermittler zwischen Aufklärung und Romantik verstehen. Er verstarb 1793 mit nur 36 Jahren in Berlin und hinterlässt neben Reisebeschreibungen auch Schriften zur Ästhetik, Linguistik, Mythologie, Psychologie und weiteren Genres. Der lange Zeit verkannte Autor wurde erst in den 50er Jahren von Arno Schmidt wiederentdeckt und erlebt seitdem ein regelrechtes ›Revival‹.

Interessant sind auch Karl Philipp Moritz’ Verbindungen zu Braunschweig, mit seinem psychologischen Roman Anton Reiser setzte er unserer Stadt ein Denkmal in der Literatur. Doch was ist das Revolutionäre an ihm? Dieser Frage wird im Vortrag nachgegangen und es wird sich zeigen, dass Goethes Freund auch heute noch mehr zu bieten hat, als auf den ersten Blick vermuten lässt.

14:00 - 15:00 Uhr

Von Anfang an ungerecht? – Ungleichheit im deutschen Bildungssystem
Katja Koch
  ONLINE

Das Nachhaltigkeitsziel 4 fordert Staaten dazu auf, inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle zu gewährleisten. In Deutschland versuchen u.a. Bund und Länder bessere Bildungs- und Teilhabechancen für alle über Programme zu qualifizierter Betreuung in Kindertagestätten oder zu ganztägigen Bildungsangeboten im Schulwesen zu schaffen. Trotzdem existieren in Deutschland deutliche Bildungsungleichheiten in allen Bildungseinrichtungen - von der frühkindlichen Bildung, über das Schulsystem bis hin zum Hochschulbereich, sind Bildungszugänge ungleich verteilt und Bildungschancen nach wie vor von der sozialen Herkunft abhängig.

Der Vortrag führt aus bildungswissenschaftlicher Sicht in das Thema „Bildung und soziale Ungleichheit“ ein, analysiert Prozesse, die diese Ungleichheit befördern und fragt nach Ansätzen, Bildungsgleichheit zu fördern.







IMPRESSUM


AStA der TU Braunschweig

Katharinenstraße 1, 38106 Braunschweig
T. 0531 391-4555
E. asta@tu-braunschweig.de

Organisiert von May Magri und Amro Bay (AStA Kulturreferat)
E. studium-generale@tu-braunschweig.de
Design, Layout & Umsetzung: Kristina Bode (AStA Grafik)